BitTorrent
BitTorrent: Peer-to-Peer-Protokoll zur effizienten Verteilung großer Dateien über das Internet. Entwickelt 2001 vom US-Programmierer Bram Cohen.
Anders als beim klassischen Download von einem zentralen Server werden bei BitTorrent Datei-Fragmente direkt zwischen den teilnehmenden Rechnern ausgetauscht. Wer eine Datei lädt, stellt fertig heruntergeladene Teile sofort wieder anderen Teilnehmern zur Verfügung. Dadurch verteilt sich die Last auf viele Knoten („Peers”), und die Übertragungsgeschwindigkeit steigt mit der Zahl der Teilnehmer.
Eine Torrent-Datei (.torrent) oder ein Magnet-Link beschreibt die zu ladenden Inhalte, ihre Prüfsummen und die zuständigen Tracker — Server, die als Vermittler die teilnehmenden Peers koordinieren. Moderne Clients nutzen zusätzlich DHT-Netzwerke und Peer Exchange, sodass ein dedizierter Tracker nicht mehr zwingend erforderlich ist.
Verbreitete BitTorrent-Clients sind qBittorrent (Open Source, plattformübergreifend), Transmission (vor allem auf macOS und Linux) und Deluge. Historisch prägend waren µTorrent und Vuze.
BitTorrent wird für legale Zwecke eingesetzt — etwa zur Verteilung von Linux-Distributionen, freier Software, wissenschaftlichen Datensätzen und großen Open-Source-Spielen — sowie für den unautorisierten Tausch urheberrechtlich geschützter Inhalte. Letzteres ist in Deutschland abmahnfähig, da die IP-Adresse beim Tauschen sichtbar ist und sich Teilnehmer ermitteln lassen. Siehe auch Filesharing.