Beatmatching

Beatmatching: zentrale DJ-Technik, mit der das Tempo zweier aufeinanderfolgender Musikstücke so synchronisiert wird, dass ihre Beats deckungsgleich laufen und ein nahtloser Übergang („Crossfade”) möglich ist.

Praktisch wird dafür der eingehende Track auf einem zweiten Plattenspieler oder CDJ-Deck im Kopfhörer vorgehört. Über eine Pitch-Steuerung (in Prozent oder BPM) gleicht der DJ das Tempo an, schiebt den Track manuell mit dem Plattenteller in den richtigen Takt und bringt ihn anschließend über den Mixer ein. Anders als bei einem harten Übergang („Cut”) entsteht so der Eindruck eines durchgehenden Stücks — eine Voraussetzung für die fließenden Sets der elektronischen Tanzmusik.

Stilbildend wurde Beatmatching in der Disco-DJ-Szene New Yorks in den frühen 1970er Jahren. DJ Francis Grasso gilt als einer der ersten, der das Verfahren systematisch nutzte. Mit der Etablierung von House, Techno und Trance wurde Beatmatching ab den 1980er Jahren zur Standardfertigkeit für DJs in elektronischen Clubs.

Heutige DJ-Software wie Serato, Traktor, rekordbox und Pioneer DJ Beatport DJ bietet eine „Sync”-Funktion, die das Tempo automatisch angleicht. Diese Funktion wird in der DJ-Szene unterschiedlich bewertet: Manche sehen darin eine sinnvolle Erleichterung, die Raum für andere kreative Entscheidungen schafft; andere bestehen auf dem manuellen Beatmatching als handwerklicher Grundlage und Qualitätsmerkmal. Auch in der hybriden Plattenspieler-Welt (Timecode-Vinyl, DVS-Setups) bleibt Beatmatching häufig ein bewusst manueller Vorgang.

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