Astrologie

Astrologie: traditionelle, in der heutigen Wissenschaft nicht anerkannte Lehre, nach der die Stellung von Sonne, Mond und Planeten zum Geburtszeitpunkt die Persönlichkeit, das Schicksal und Tagesereignisse einer Person beeinflusst. Astrologie wird heute überwiegend zur Unterhaltung und Lebensorientierung angeboten, nicht als Naturwissenschaft.

Praktisch arbeitet die Astrologie mit Horoskopen — Diagrammen, die die Stellung der Himmelskörper zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellen. Im klassischen westlichen System werden die zwölf Tierkreiszeichen Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische als Bezugsrahmen genutzt. Daneben gibt es chinesische, indische (Jyotish) und arabische Traditionen mit jeweils eigenen Systemen.

Wissenschaftlich gilt Astrologie als nicht haltbar. Mehrere randomisierte Vergleichsstudien — vor allem die viel zitierte Untersuchung von Shawn Carlson im Magazin „Nature” 1985 — haben keine Korrelation zwischen astrologischer Vorhersage und tatsächlichem Persönlichkeits- oder Ereignisverhalten gefunden. Auch die mechanische Annahme einer Fernwirkung kosmischer Körper widerspricht nach heutigem Stand der Astrophysik.

Trotz der wissenschaftlichen Ablehnung erlebt die Astrologie in jüngerer Zeit eine Renaissance, vor allem in sozialen Netzwerken. Apps wie Co-Star und Sanctuary, Instagram-Accounts mit Tages-Horoskopen und Online-Tarot-Decks haben jüngere Zielgruppen erreicht. Astrologie wird dort meist nicht als verbindliche Vorhersage verstanden, sondern als Sprache zur Reflexion über eigene Persönlichkeit, Beziehungen und Lebensphasen.

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