Apple Silicon

Apple Silicon: zusammenfassende Bezeichnung für die hauseigenen ARM-basierten Prozessoren, die der Konzern Apple seit 2020 in seinen Mac- und MacBook-Computern verbaut. Apple ersetzt damit die zuvor verwendeten Intel-x86-Chips durch eigene Designs der M-Reihe.

Auf der Worldwide Developers Conference 2020 kündigte Apple den Wechsel an. Im November 2020 erschien das MacBook Air, das MacBook Pro 13 Zoll und der Mac mini mit dem M1-Chip, dem ersten Mac-Prozessor aus Cupertinos eigener Entwicklung. In den Folgejahren erschienen M1 Pro/Max/Ultra (2021), M2 (2022), M3 (2023), M4 (2024) und Anfang 2025 die ersten Tests mit M5. Parallel werden iPad-Geräte seit 2018 mit teils baugleichen Apple-Silicon-Chips ausgestattet.

Technisch sind die Chips „Systems on a Chip” (SoC), die CPU, GPU, Neural Engine, Bildsignalprozessor, Storage-Controller und gemeinsamen Arbeitsspeicher in einer Einheit zusammenfassen. Charakteristisch ist die gemeinsame Speicher-Architektur („Unified Memory Architecture”): CPU und GPU greifen direkt auf denselben Speicher zu, was Daten-Kopiervorgänge spart und insbesondere bei Bild- und Videobearbeitung deutliche Performance-Gewinne bringt.

Wirtschaftlich war der Wechsel zu Apple Silicon eine der bedeutendsten Architektur-Migrationen der Branche. Über die Translation-Schicht „Rosetta 2” laufen viele klassische x86-Mac-Anwendungen weiterhin; gleichzeitig konnten Drittanbieter ihre Software über mehrere Jahre auf native ARM-Versionen umstellen. Mit dem Erfolg von Apple Silicon hat die ARM-Architektur erstmals einen breit aufgestellten Vorstoß in den Desktop- und Notebook-Markt geschafft.

ESC