App Store

App Store: Sammelbegriff für plattformeigene Online-Marktplätze, über die Nutzer Apps — Programme für Smartphones, Tablets oder andere Geräte — herunterladen, installieren und aktualisieren. Im engeren Sinn bezeichnet „App Store” den Marktplatz von Apple für iOS und iPadOS.

Apples App Store ging am 10. Juli 2008 zusammen mit dem iPhone 3G online und prägte das heute übliche Modell. Entwickler reichen ihre Apps zur Prüfung („App Review”) ein, die Apple in Bezug auf Sicherheit, Datenschutz und inhaltliche Richtlinien überprüft. Kostenpflichtige Apps und In-App-Käufe werden über Apple abgewickelt; bis 2024 behielt Apple weltweit eine Provision von 30 Prozent (bei kleineren Entwicklern 15 Prozent).

Parallel etablierten sich Marktplätze anderer Anbieter. Google Play (für Android) startete 2008 als Android Market. Samsung Galaxy Store, Amazon Appstore und herstellereigene Stores chinesischer Anbieter ergänzen das Bild. Im PC-Umfeld haben Microsoft Store für Windows, Mac App Store für macOS, Steam für Spiele sowie Snap- und Flatpak-Stores für Linux ähnliche Funktionen.

Politisch ist das App-Store-Modell zunehmend Gegenstand kartellrechtlicher Verfahren. In der EU verlangt der Digital Markets Act (DMA, in Kraft seit 2024) von „Gatekeeper”-Plattformen wie Apple und Google, alternative App-Marktplätze und Sideloading zuzulassen — Apple öffnete daraufhin im März 2024 die iOS-Plattform für Drittanbieter-Marktplätze in der EU. In den USA, Großbritannien und Südkorea verfolgen Wettbewerbsbehörden ähnliche Verfahren.

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