American Dream

American Dream, deutsch „Amerikanischer Traum”: kulturelles Leitmotiv der Vereinigten Staaten, das die Idee verkörpert, dass jeder Mensch unabhängig von Herkunft und sozialer Lage durch eigene Arbeit, Tüchtigkeit und Begabung gesellschaftlichen Aufstieg und Wohlstand erreichen kann. Der Begriff wurde 1931 vom Historiker James Truslow Adams in seinem Werk „The Epic of America” geprägt.

Inhaltlich verbindet das Motiv mehrere Werte: persönliche Freiheit, Eigenverantwortung, Chancengleichheit, sozialer Aufstieg durch Bildung und Arbeit sowie materieller Erfolg. Symbolisch verdichtet sich der Traum häufig in Bildern wie dem eigenen Einfamilienhaus mit Vorgarten, dem Auto in der Garage, einem stabilen Beruf und der Möglichkeit, den eigenen Kindern bessere Lebenschancen zu eröffnen.

Historisch hat das Motiv eine lange Linie — vom puritanischen Selbstverständnis der frühen Siedler über die Goldgräber-Stimmung des 19. Jahrhunderts und die „Tellerwäscher-zum-Millionär”-Erzählungen von Horatio Alger bis zur Nachkriegs-Mittelschicht der 1950er Jahre. Politisch wurde der Begriff von Präsidenten beider Parteien immer wieder aufgegriffen, von Franklin D. Roosevelt über John F. Kennedy bis zu Barack Obama und Donald Trump.

Empirisch wird der American Dream in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend kritisch hinterfragt. Studien zur sozialen Mobilität, etwa des Ökonomen Raj Chetty, zeigen, dass das Erreichen eines höheren Einkommens als das der Eltern seit den 1940er Jahren deutlich schwieriger geworden ist. Themen wie wachsende Vermögens-Ungleichheit, regionale Disparitäten und Bildungs-Kosten prägen die heutige Diskussion.

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