al-Qaida

al-Qaida, arabisch القاعدة („die Basis”): militant-islamistische Terrororganisation, gegründet 1988 in Afghanistan von Osama bin Laden und einer Gruppe arabischer Kämpfer, die zuvor im sowjetisch-afghanischen Krieg gegen die Sowjetunion gekämpft hatten.

Ideologisch verfolgt al-Qaida eine fundamentalistische Lesart des sunnitischen Islam, die den weltweiten bewaffneten Kampf („Globaler Dschihad”) gegen die USA, Israel und arabische Regime, die als unislamisch betrachtet werden, propagiert. Strukturell war al-Qaida in den 1990er und frühen 2000er Jahren als loses Netzwerk aus Kerngruppen, regionalen Ablegern (al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel/AQAP, al-Qaida im Maghreb/AQIM) und losen Zellen organisiert.

Internationale Aufmerksamkeit erreichte al-Qaida durch mehrere Anschläge, vor allem die Attentate auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam (1998), auf das US-Kriegsschiff USS Cole im Hafen von Aden (2000) und schließlich die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA mit fast 3.000 Todesopfern. Diese führten zur US-geführten Militärintervention in Afghanistan und zum Sturz der schützenden Taliban-Regierung.

Osama bin Laden wurde am 2. Mai 2011 in seinem Versteck in Abbottabad (Pakistan) durch ein US-Sondereinsatzkommando getötet. Sein Nachfolger Ayman al-Zawahiri starb 2022 durch einen US-Drohnenangriff in Kabul. Mit dem Aufstieg des konkurrierenden „Islamischen Staates” (IS) ab 2014 verlor al-Qaida international an Bedeutung, regionale Ableger sind aber weiterhin in Krisenregionen — Syrien (Hayat Tahrir asch-Scham), Jemen, Mali und Somalia — aktiv.

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