Airbnb

Airbnb: US-amerikanische Online-Plattform für die kurzfristige Vermietung von Privatunterkünften — von einzelnen Zimmern bis zu ganzen Ferienwohnungen, Ferienhäusern und außergewöhnlichen Unterkünften. Sitz ist San Francisco; seit Dezember 2020 ist das Unternehmen an der Nasdaq notiert.

Gegründet wurde Airbnb 2008 von Brian Chesky, Joe Gebbia und Nathan Blecharczyk. Den ursprünglichen Namen „AirBed & Breakfast” verdankt der Dienst der Idee, übernächtigenden Konferenzbesuchern in San Francisco Luftmatratzen im eigenen Wohnzimmer anzubieten. Heute reicht das Spektrum von einfachen Privatzimmern bis zu Luxusvillen, Baumhäusern, Hausbooten und designer-architekturlich gestalteten „Airbnb Plus”- und „Luxe”-Objekten.

Funktional verbindet Airbnb Reisende mit Gastgebern: Nutzer durchsuchen Inserate nach Ort, Datum, Personenzahl und Filter-Kriterien, buchen direkt über die Plattform, zahlen per Kreditkarte oder Bezahldienst und kommunizieren mit dem Gastgeber über ein internes Nachrichtensystem. Bewertungen beider Seiten und ein Identitätsabgleich sollen Vertrauen zwischen Fremden schaffen.

Wirtschaftlich gehört Airbnb zur sogenannten Sharing Economy und steht in Konkurrenz zur klassischen Hotellerie. Sozial- und kommunalpolitisch wird die Plattform in zahlreichen Städten kritisch diskutiert: Vorwürfe lauten, kurzfristige Vermietungen verknappten den Wohnraum, trieben Mieten und veränderten den Charakter ganzer Stadtviertel. Mehrere Metropolen — darunter Berlin, Barcelona und New York — haben Vermiet-Höchstdauern, Genehmigungs- oder Registrierungs-Pflichten erlassen.

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