70er

Die 1970er Jahre, kurz auch 70er genannt: ein unter anderem von sozialen Bewegungen und politischen Umbrüchen geprägtes Jahrzehnt im vergangenen Jahrhundert. Wirtschaftlich prägend war die Ölkrise von 1973, in deren Folge in Deutschland autofreie Sonntage eingeführt wurden und die Wachstumsphase der Nachkriegszeit endete.

Politisches Aufsehen erregte die linksextremistische Rote Armee Fraktion (RAF), die 1970 unter anderem von Andreas Baader und Ulrike Meinhof gegründet wurde und in den Folgejahren für zahlreiche Morde, Banküberfälle und Sprengstoffattentate verantwortlich war. Im sogenannten Deutschen Herbst 1977 erreichte der RAF-Terror seinen Höhepunkt.

1974 gewann die deutsche Nationalmannschaft die Fußball-Weltmeisterschaft, die zum ersten Mal im eigenen Land ausgetragen wurde.

Ein weiteres bekanntes Ereignis der 70er Jahre war der Tod des laut Guinness-Buch erfolgreichsten Solo-Künstlers aller Zeiten: Elvis Presley. Presley starb 1977 im Alter von 42 Jahren an Herzversagen. Musikalisch dominierten Disco und Glam-Rock weite Teile des Jahrzehnts, bevor sich gegen Ende der 70er die Punkbewegung als Gegenströmung formierte.

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